Korrektur in Sicht

Nachdem uns der KI-Sektor eine ultimative, für so ziemlich alle Börsenakteure sowie Wirtschaftsexperten überraschende Rallye bescherte, deuten die ersten Zeichen auf eine korrektive Erholung hin.

Quelle: TradingView

Den Iran-Krieg und die damit verbundene Wirtschaftskrise völlig ignorierend entschied der Nasdaq unmittelbar nach dem vorverlegten Bilderberg-Treffen neue Höhen zu erklimmen. Warum die Künstliche Intelligenz ausgerechnet jetzt so dermaßen in den Fokus rückt, hat schließlich direkt mit den chaosstiftenden Maßnahmen seitens der in sich zusammenbrechenden Weltmacht, USA, zu tun. Die Attacke auf Iran hängt mit unterschiedlichen Interessen zusammen, doch eine der wichtigsten Motive ist sicherlich die Bedrohung des Petro-Dollars, der ohnehin spätestens seit der Unterschlagung der russischen Dollarreserven in Verruf geraten ist.

Der Verlauf des Manövers lief sicherlich nicht nach Plan der US-Kriegsakteure und doch kommt diese desaströse Situation dem digital-finanziellen Komplex nicht ganz ungelegen. Schließlich ist der nächste Punkt auf der Agenda die Einführung der CBDC (Central Bank Digital Currency) im Zusammengang mit der digitalen ID, die dann auch das Social Credit System ermöglichen soll.

An dieser Stelle ist es essentiell, den unterschied zwischen dem zentralen und dem dezentralen Finanzsystem auf digitaler, cryptographischer Grundlage zu verstehen. Denn während der eine Weg direkt in die orwellsche Zentralüberwachung führt, ebnet der andere Weg den Pfad für ein souveränes, demokratisches Geldsystem.

Die eigenständige Recherche zu diesem Thema ist nicht nur eine dringende Empfehlung meinerseits, sondern auch die Pflicht eines jeden Menschen, dem an demokratischen Werten etwas gelegen ist. Eine kleine Inspiration bietet das folgende Video:

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Grundsätzlich empfehle ich die Befassung mit der Essenz des Geldes. Dem Faktor, dessen Beschaffung und Einsatz wohl die meiste Zeit und Energie unseres erwachsenen Lebens betrifft. Die Befassung mit Politik, Wirtschaft, Krisen macht keinerlei Sinn, wenn man nicht versteht, was und wer dahinter steht. Geld regiert die Welt. Wer das nicht versteht, versteht das ganze Spiel nicht und hat somit auch nicht die geringste Chance, auf der Gewinnerseite zu stehen.

Zurück zur Marktanalyse: Das Ichimoku Handelssystem (siehe Chart), das ich gerne zur Bewertung eines Trendverlaufs nehme, weist noch keine eindeutige Trendumkehr auf. Der Merkt ist in den letzten zwei Wochen zwar etwas heiß gelaufen (RSI > 70) und strebt nun eine Abkühlung an, doch noch haben die Bären nicht die Oberhand ergriffen, auch wenn der MACD eine solche Andeutung macht (siehe Chart).

Es bleibt also abzuwarten und möglichst die Füße still zu halten. Einen Anteil an Gewinnen mitzunehmen ist aktuell sicherlich nicht die schlechteste Idee. Fakt ist, dass der US-Bond-Markt einen absolut kritischen Level erreicht hat, der zur Handlung geradezu animiert. Fakt ist auch, dass am 15. Mai ein neuer FED Chef (Kevin Warsh) das Amt angetreten hat. Von Donald J. Trump persönlich nominiert, soll er die Zinspolitik „wirtschaftsfreundlich“ gestalten. Das kann zu weiteren Rallyes am Markt führen. Bären sollten trotz der angespannten wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse auf der Welt dennoch nicht außer Acht lassen, dass Akteure an der Macht sind, denen an langfristig angelegten Lösungen wenig gelegen ist. Oder wie Bill Clinton es treffender nicht formulieren konnte: „It’s the economy, stupid!“

Disclaimer: Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine subjektive Analyse und keinesfalls um eine finanzielle Beratung.

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